Altes und Neues Testament auf ganz neue Weise entdeckt
haben rund 15 Frauen des Frauenbundes Kaikenried. Sie folgten der Einladung zu einem
Ausflug in den Bibelgarten Schweinhütt.
Dort wurde die Delegation von der
Vorsitzenden des Dorf- und Gartenbauvereins Friederike Köppl empfangen. Sie erläuterte
bei einem Rundgang erst die Entstehung des Bibelgartens. Im Jahr 2010 konnte er nach rund
drei Jahren Bauzeit eröffnet werden. In mehreren tausend Arbeitsstunden haben die Helfer
des Dorf- und Gartenbauvereins diesen schönen Garten angelegt.
Der Rundgang begann im alttestamentlichen
Teil. Hier gelangt man zunächst in das "Paradies", einen Garten mit bunten
Blumen und vielfältigen Früchten. Die Schlange beim Baum der Erkenntnis wartet schon auf
die Besucher. Was es heißt, dass sich der Mensch nach dem Verlust des Paradieses mit
Mühe seinen Lebensunterhalt erarbeiten muss, konnten die Frauen beim Weitergehen
nachvollziehen: In der Wüstenlandschaft, die um den Kirchturm herum angelegt ist, kann
man sich einfühlen in die Situation der Israeliten in der Knechtschaft in Ägypten und
sich mit ihnen auf den Weg machen des Hörens, des Sehens und des Erlebens.
Der zweite Teil des Rundganges führte in
den neutestamentlichen Teil, beginnend mit der "Verheißung der Geburt Jesu" und
"Weihnachten". Auf dem weiteren Weg kommt man vorbei an der "Taufstelle im
Jordan" und einer Station zum "Gleichnis vom Sämann". Man erfährt von der
"falschen und rechten Sorge" und geht vorbei am Maulbeerbaum, der an die Umkehr
des Zöllners Zachäus erinnert. Einen breiten Raum nehmen die Orte der Passion ein.
Symbolisch dargestellt durch ihre Attribute sitzen die zwölf Apostel beim Letzten
Abendmahl mit Jesus am Tisch. Der letzte Teil führt auf den Ölberg und zum Felsengrab.
Mit dem Pfingstereignis endet der neutestamentliche Weg.
Die Vorsitzende des Frauenbundes Martha
Steer bedankte sich bei Friederike Köppl für die Erläuterungen beim Rundgang durch den
Bibelgarten.
